Die Oscars 2009: „Baader Meinhof" und „Revanche" machen Oscar-Geschichte - Fünf Nominierungen für „The Reader" - Ehrungen für Herzog und die Kurzfilme von Caffi und Freydank
Von Andreas Fuchs
Nach Auszeichnungen in den beiden Vorjahren stehen Deutschland und Österreich bei den 81. Oscar-Wahlen nun im direkten Wettbewerb um den Foreign Language Film Award. Damit ist die deutsche Sprache bei den Jahresbestleistungen zum ersten Mal in der Geschichte doppelt zu hören. Gleich zwei Kurzfilmproduktionen - „Auf der Strecke / On the Line" (Academy of Media Arts Cologne) von Reto Caffi und „Spielzeugland / Toyland" (Mephisto Film Production) von Jochen Alexander Freydank - qualifizierten sich als Live Action Short Subject.
Die Nominierungen für Werner Herzog und Henry Kaiser (A Creative Differences Production) mit „Encounters at the End of the World" als Dokumentarfilm und fünf für „The Reader" (Mirage Enterprises und Neunte Babelsberg Film GmbH Production), einschließlich Kate Winslet als beste Hauptdarstellerin („Revolutionary Road" erhielt drei Nominations in technischen Kategorien) und adptiertes Drehbuch, sind weitere Zeichen für den Erfolg des deutschen Filmvaterlandes .
Unter den englischsprachigen Kandidaten setzten sich „The Curious Case of Benjamin Button" und „Slumdog Millionaire" mit 13 bzw. zehn Nominierungen an die Spitze. Obwohl „The Dark Knight" seinen Platz als Best Picture an „The Reader" abgeben musste, buchte der erfolgreichste Film des Jahres acht Punkte mit einer posthumen Ehrung für Heath Ledger. „Milk" erhielt ebensoviele Nominations, während „Wall-E", „Frost/Nixon" und „Doubt" bei fünf Nominierungen die Mehrfachkandidaten abrundeten. Nachdem für letzteren Film alle vier Darsteller aufgestellt wurden, ist „Doubt" zweifelsohne eine absolute Spitzenleistung. (AFu.)